Wenn Wünsche wahr werden…

Wenn sich plötzlich ein Kindheitswunsch erfüllt.

Erinnert ihr euch noch, was ihr euch gewünscht habt, als ihr klein wart? Ich weiß es noch, als wäre es gestern gewesen: ich wollte unbedingt reiten- auf einem Pferd.  Wie lang habe ich gebettelt und gefleht. Ihr kennt das, als Kind stirbt man fast, wenn man DIESEN Wunsch nicht erfüllt bekommt. Auch wenn ich es mir damals nicht vorstellen konnte, habe ich überlebt, obwohl mir dieser Wunsch verwehrt wurde. Viele Jahre habe ich immer mal wieder daran gedacht, aber je älter ich wurde, umso seltener wurden die Erinnerungen daran. In der Pubertät hatte ich andere Gedanken und irgendwann sitzt man in einem Hamsterrad aus Arbeit, Kinderbetreuung, Wäsche waschen und Einkaufen. Meist ist man froh, wenn man noch weiß, was man letztes Wochenende gemacht hat und spätestens dann begraben viele ihre sauber ausgearbeitete To-do-Liste für das Leben. Ich selbst bin ebenso ein Kandidat. Wie gern wollte ich Schreiben, aber bisher habe ich es nur auf ein paar Artikel in der hiesigen Lokalzeitung während meiner Abiturzeit gebracht. Losgelassen hat mich der Wunsch, ähnlich wie der nach dem Reiten, eigentlich nie, aber es gab so viele Ausreden, die sich mir hüllenlos in den Weg geworfen haben: kein Geld, keine Zeit, es gibt momentan Wichtigeres, das kann ich ja vielleicht später mal machen. Ich denke, die meisten Menschen könnten meine Ausreden-Liste bis ins Unendliche weiterführen und viele werden, ähnlich wie ich, kleine Wünsche mit sich rumtragen, von deren Umsetzung sie gefühlt noch Kilometer weit entfernt sind. Und dann kommen so Tage, an denen ist die Erfüllung kleiner Träume zum Greifen nah. Neulich bot sich mir die Gelegenheit, reiten zu gehen. Ich hatte Zeit, Lust und, wenn es nicht umsonst gewesen wäre, sogar das Geld. Plötzlich fand ich mich auf dem Rücken eines Pferdes wieder und das Gefühl war sogar noch viel besser, als in meiner kindlichen Vorstellung. Stolz wie Oskar und ein bisschen sentimental, drehte ich meine Runden und setzte gedanklich einen Haken hinter diesen Punkt auf meiner To-do-Liste. Wie ihr merkt, habe ich auch noch einen weiteren Punkt abhaken können, denn ich gehe auch meinem Schreiberling-Traum nach. Wollt ich zunächst nur schauen, wie man so einen Blog erstellt und wie man die Seiten gestaltet, klickte ich versehentlich auf den „online stellen“-Button. Kurzzeitig von Panik ergriffen, dachte ich mir, dass ich die Seite nun auch einfach fertig stellen kann und tat es. In beiden Fällen, stellte ich fest, dass es gar nicht so schwer ist, seine kleinen Wünsche und Träume umzusetzen. Eigentlich braucht es nur ein bisschen Mut, um den ersten Schritt zu gehen und wie pflegt der Nachwuchs immer zu sagen: Ein bisschen Mut, tut jedem gut….

Photo by Johannes Plenio on Pexels.com

Alle Träume können wahr werden, wenn wir den Mut haben, den ersten Schritt zu tun und ihnen zu folgen.

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