Wenn es Winter wird..

..oder: wie das Ende auch ein neuer Anfang sein kann.

Leise schleicht er sich heran: die Tage werden kürzer, die Temperaturen immer niedriger und die Socken werden dicker-außer bei der Jugend, denn die trägt keine Socken. Wie jedes Jahr, krame ich Winterstiefel, dicke Jacken und Handschuhe hervor. Letzteres benötige ich vor allem beim Autofahren, denn komischerweise sind 5°C im Winter wesentlich kälter, als im Frühling und sorgen für ein frösteliges Lenkrad. Gefühlt sind die Tage viel grauer und die Zeit verschwimmt durch den Wechsel von grau, dunkelgrau und schwarz. Die Menschen, die mir begegnen, kommen mir ein bisschen grummeliger vor als sonst und ich überlege noch, ob es der Winterblues oder dem weihnachtlichen Stress geschuldet ist. Um mich herum wird es in dieser Jahreszeit meist leiser und auch ich merke, wie mich eine innere Ruhe erfasst. Folge ich in den anderen Jahreszeiten dem Ruf der Natur, bin ich deutlich geschäftiger und wusel durch die Gegend, wie das kleine Häschen aus einer namenhaften Werbung. Im Winter jedoch, lausche ich der Stille und der beruhigenden Dunkelheit. Die Hoffnung auf Schneeflocken habe ich noch immer nicht aufgegeben und schau nach einer kalten Nacht, wie ein kleines Kind, neugierig am Fenster, ob es weiß geworden ist. Der Winter symbolisiert für mich das Ende eines Jahres, mit all seinen schönen und weniger schönen Momenten. Er steht für Abschluss, Ruhe finden und mit mir ins Reine kommen. Für mich steht er jedoch auch für einen Anfang, den Mut, etwas Neuem entgegen zu blicken, für Wärme, für Hoffnung und für Zuversicht. Wie jedes Jahr, wird nach dem Winter der Frühling folgen, die Vögel zwitschern und die Blumen blühen. Es wird einen neuen Anfang geben, so wie es ihn Jahr um Jahr gibt und wir werden neue Herausforderungen meistern. Wir dürfen hoffen, auf neue Abenteuer, neue Menschen und müssen keine liebgewonnenen Gewohnheiten über Bord werfen. So, wie die Jahresuhr mit dem Winter endet, kann sie auch mit ihm beginnen…

by pixabay.com

Ohne die Kälte des Winters, gäbe es die Wärme des Frühlings nicht…

Unbekannt

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