Ich will kein neues Leben, nur einen Neuanfang…

..ein Schritt ins Ungewisse.

Anfang das Jahres haben wir gar nicht daran gedacht unsere vier Wände zu wechseln. Seit der Trennung vom Nachwuchspapa lebten wir dort, hatten unseren Alltag, unsere Nachbarn, unser gewohntes Umfeld und die routinierten Handlungen. Im Gespräch mit einer Kollegin kam das Thema Umzug auf und neugierig geworden, schaute ich mich auf den verschiedenen Plattformen um. Recht schnell fand ich ein Angebot und sah mir die Wohnung an. Sie lang nicht weit entfernt, noch immer in einer ruhigen Gegend, war deutlich größer und günstig. Der Nachwuchs war sofort Feuer und Flamme und wäre am liebsten sofort und mitsamt der Lieblingsnachbarn umgezogen. Ich hingegen überlegte hin und her, entschied mich dann aber tatsächlich für das Wagnis. Natürlich lag das damals noch alles gaaaaanz weit entfernt. Doch je näher der Umzugstermin rückte, umso mehr zweifelte ich an meinem Entschluss. Wir waren doch glücklich und zufrieden in der „alten“ Wohnung. Warum machen wir das eigentlich? Was sollte das mit dieser komischen „Neuanfang“-Idee? Der Mensch ist ein Gewohnheitstier und ich steh dem in nichts nach. Veränderungen, auch wenn sie gut sind, machen Angst und ich hatte die Strumpfhosen randvoll. Wochenlang hatte ich aussortiert, weggeworfen, verschenkt und mich von Altem getrennt. Allein das war manchmal keine leichte Aufgabe. Mit der besten Umzugstruppe der Welt wuppten wir die Kisten, Tüten und Taschen, sodass der Nachwuchs und ich am Ende des Tages tatsächlich in der „neuen“ Wohnung schlafen konnten. Wir wollten das Alte hinter uns lassen und tatsächlich etwas Neues anfangen: neue Schule, neue Küche, neue Möbel, neues Selbstbewusstsein. Nach und Nach realisierten wir, dass wir auf einem guten Weg sind, genau das zu erreichen und wir sind glücklicher, als wir es zuvor gedacht hätten. All die Ängste, die vor allem ich im Vorfeld hatte, waren völlig umsonst. Natürlich haben wir nicht alles verändert oder über den Haufen geworfen. Jeder braucht ein Stück weit seine Wurzeln, seine Routine, aber auch wenn Veränderungen vielen Menschen Angst machen, so gehören sie zu unserem Leben. Wenn man eine Veränderung wirklich möchte, dann wird irgendwann der Wille über die Angst siegen und wir werden bereit sein, einen Schritt Richtung Ungewissheit zu machen…


von Ivelin Radkov/thinkstock

Und plötzlich weißt du: es ist Zeit, etwas Neues zu beginnen und dem Zauber des Anfangs zu vertrauen…

Unbekannt

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