Aufregen ist was für Anfänger…

..Profis atmen erstmal durch.

Wie oft funktioniert etwas im Leben nicht so, wie wir es uns vorgestellt oder wie wir es erhofft haben? Dinge gehen schief, Beziehungen scheitern, Pläne funktionieren nicht, Bewerbungen sind erfolglos – die Liste könnten wir noch ewig weiterführen. Oftmals ist man dann wütend, traurig, enttäuscht und manchmal möchte man sogar einfach alles hinschmeißen. Wir fühlen uns verletzt, ja teilweise vielleicht auch persönlich angegriffen und machen uns selbst Vorwürfe. Lange Zeit ging es mir ähnlich. Wenn es beispielsweise mit einem Vorstellungsgespräch nicht geklappt hat, war ich enttäuscht und wütend auf mich selbst. Bestimmt hatte ich irgendetwas falsch gemacht. Wollte mir etwas nicht gelingen, hab ich mir selbst die Schuld zugeschoben und wenn etwas nicht wie erhofft funktionierte, war ich verärgert. Stunden- ja sogar tagelang verrannte ich mich in diesem Nebel aus Trübsal, Enttäuschung und Wut. Irgendwann merkte ich, wie schlecht es mir ging und ich wollte etwas dagegen tun, aber ich wusste nicht so recht wie. Ein weiser Mensch sagte einmal, dass wir die Wellen nicht ändern können, aber wir können lernen, auf ihnen zu surfen. So gewöhnte ich mir die Methode der zwei Möglichkeiten an. Die eine Möglichkeit ist, in Selbstmitleid zu ertrinken, wütend zu sein, sich zu ärgern oder die ganze Welt zu verfluchen. Die zweite ist, nach vorne zu sehen. Oft habe ich mich in unliebsamen und ärgerlichen Situationen dann gefragt, welche der zwei Möglichkeiten ich bevorzuge. Bringt es mir etwas, mich aufzuregen oder Trübsal zu blasen? Kann ich dadurch etwas an der Situation oder der Entscheidung ändern? In ungefähr 99% der Fälle stellte ich fest, dass es mich in keinster Weise weiter bringt – ich verliere nur Zeit. Natürlich bin auch ich noch enttäuscht oder traurig, wenn etwas nicht so läuft, wie ich es erhofft hatte, aber diese Phasen rauben mir nicht mehr tagelang meine Kraft. Stattdessen finde ich sehr schnell zurück und Schärfe meinen Fokus auf das Positive, Dinge die ich mitnehmen kann und wie ich das auf meine Zukunft lenke. Das bedeutet nicht, dass ich jede Situation akzeptiere unabhängig davon, ob ich etwas ändern kann oder nicht. Es bedeutet lediglich, dass ich unterscheiden kann zwischen Dingen, die meine Kraft brauchen und der Gelassenheit, Dinge anzunehmen, die ich nicht ändern kann…

by Kathi Strophe

Das ärgerliche am Ärger ist, dass man sich schadet ohne anderen zu nützen..

Kurt Tucholsky

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